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Die Nabelschnur und ihre Wunder

Freitag 7. Oktober 2011 von findur

Die Nabelschnur ist eine wirklich wunderbare Sache, die es keineswegs verdient hat, einfach auf dem Müll zu landen. Die Nabelschnur enthält nämlich ganz im Gegenteil Bestandteile, die man am besten aufheben und in einer Stammzellenbank konservieren sollte. Ihre große Bedeutung ruht daher, dass sie das so genannte Nabelschnurblut enthält, in dem das embryonale Blut enthalten ist. Und darin wiederum sind die Stammzellen enthalten, denen in der Biologie des Menschen eine besondere Bedeutung zukommt. Denn die in der Nabelschnur enthaltenen Stammzellen haben die einmalige Fähigkeit, sich in fast jedes nur erdenkliche Gewebe zu verwandeln und bei Bedarf durchaus ganz verschiedene Zellen zu bilden. Weiterhin haben Stammzellen, die aus der Nabelschnur stammen, die Möglichkeit, Tochterzellen mit einer ebenfalls starken Ausdifferenzierung zu bilden.

Diese Zellen können dann ein Leben lang eingefroren und bei Bedarf gezielt genutzt und zur Heilung von allen möglichen Krankheiten eingesetzt werden. Allerdings muss das möglichst schnell nach der Geburt passieren. Anstatt die Nabelschnur nach dem Durchschneiden also wie gewöhnlich sofort ohne einen weiteren Blick achtlos wegzuwerfen, kann diese wertvolle Reserve auch direkt gekühlt und per Kurier besonders schnell in eine Stammzellenbank gebracht werden, damit die Experten dort das wertvolle Blut aus der Nabelschnur extrahieren und es bei Temperaturen unter 130 Grad Minus einfrieren. Das ist sowohl für die natürlich erschöpfte Mutter als auch für den neugeborenen Säugling völlig schmerzfrei und beeinflusst das Wohlbefinden von Frau und Kind überhaupt nicht. Auch sonst muss die Nabelschnur schließlich abgetrennt werden und alles, was danach geschieht, um das Blut mit den wertvollen Stammzellen aus der Nabelschnur zu erhalten, bekommen beide überhaupt nicht mehr mit. Einer der wenigen Gründe, warum die Nabelschnur noch viel zu häufig achtlos entsorgt und das Blut darin nicht für das Kind als potentiell lebensrettende Konserve aufbewahrt wird, außer dass das Verfahren viel zu wenig bekannt ist – liegt darin, dass Eltern das Verfahren selbst bezahlen müssen.

Author findur

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 7. Oktober 2011 um 11:45 und abgelegt unter Medizin. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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