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Endstation Heilpraktiker

Donnerstag 14. Oktober 2010 von findur

Manchmal hat man das Gefühl, unsere Welt wird immer komplizierter. Es sind gar nicht so sehr, die sich ständig entwickelnden Kommunikations-Medien, die uns möglicherweise überfordern können, als vielmehr das bloße Sein im Alltag. Schwierigkeiten in der Schule, an der Uni, im Kindergarten oder am Arbeitsplatz. Hier gibt es Mobbing, Neid und Konkurrenz-Kämpfe. Wir werden krank und wenn wir Glück haben, findet der Arzt auch das passende Bakterium, das er mit einem Mittel bekämpfen kann. Und dann geht es weiter – bis zum nächsten Schlag. Ein Unfall, ein Beinbruch oder Beschwerden, bei denen der Arzt schlicht überfordert ist. Wir stehen u.U. ständig unter Strom, fühlen uns enorm belastet und wundern uns dann, wenn irgendein Bereich unseres Körpers mal ausfällt oder Symptome der Erschöpfung zeigt. Der gute Arzt erkennt den Zusammenhang und wird mit dem Patienten darüber sprechen und ihn auffordern, einen Ausgleich in seinem Leben herzustellen.

Mehr Ruhe, vielleicht Yoga oder Meditation, ein Hobby beginnen. Da es all dies nicht auf Krankenschein gibt, überlegt der Patient oft nicht lange und wurschtelt mit seinem Leben irgendwie weiter – bis sich eine chronische Erkrankung einstellt. Hier hat man beim normalen Schulmediziner meist schlechte Karten. Es sei denn, es reicht einem, medikamentös „eingestellt“ zu werden um die Symptome chemisch in Schach zu halten. Von Heilung wird hier schon lange nicht mehr gesprochen. Spätestens an dieser Stelle treten viele Patienten den Weg zu einem Heilpraktiker an. Hier erwartet man nicht nur Wunderdinge, sondern auch eine gewisse Einfühlungs-Bereitschaft für die persönliche Situation. Bei einem Heilpraktiker geht man eher davon aus, dass er ganzheitlich an eine Erkrankung herangeht, d.h. Körper und Seele bei seiner Behandlung berücksichtigt. Der Heilpraktiker-Beruf ist aber eine Wundertüte. Da gibt es keine einheitliche Therapie-Richtung. Es gibt zwar eine Heilpraktiker Ausbildung, die darauf hinausläuft, die Heilpraktiker-Prüfung zu bestehen, aber welche Methoden der Einzelne sich aneignet, hängt ganz von den persönlichen Interessen der studierenden Heilpraktiker ab. Viele Heilpraktiker arbeiten überhaupt nicht medizinisch, sondern arbeiten als Psychotherapeut oder Lebensberater mit den unterschiedlichsten Methoden. Astrologie, ja sogar Astro-Medizin sind gängige
Schwerpunkte in der Ausbildung, in der es darum geht, den Mensch in seinem Lebenskontext und seiner persönlichen Disposition zu erkennen und ihn zurück auf den Weg zu bringen. Im Grunde bedeutet dies, ihn zu einer echten Heilung zu führen.

Author findur

Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 14. Oktober 2010 um 18:01 und abgelegt unter Bildung. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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