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Der beschwerliche aber erfolgreiche Weg der Improvisation

Samstag 3. März 2012 von findur

Das Improvisationstheater hat eine Geschichte, die weit zurück in die Vergangenheit reicht. Eine erste Form dieser Theaterform lässt sich bereits im alten Griechenland finden. Allerdings entwickelte sich daraus nur sehr schleppend und mit großen Unterbrechungen eine Theatertradition. Das Improvisieren galt lange Zeit als wenig statthaft für ein Theater und es dauerte sehr lange, bis man die Improvisation tatsächlich als eigenständige Form des Theaterspielens verstand und als solches auch annahm. Heute ist sie meist Teil der Ausbildung eines Theaterdarstellers und inzwischen gibt es auch in den Rahmenprogrammen experimenteller und moderner Theater immer wieder Darbietungen, die alleine auf Stehgreifkomik und Spontaneität beruhen. Inzwischen sind sämtliche Formen des Stehgreiftheaters etabliert und haben sich sowohl im Sinne der Unterhaltung als auch zu therapeutischen Zwecken als gleichermaßen erfolgreich erwiesen.

Die Spontaneität einer nicht minutiös durchgeplanten und durchgeprobten Veranstaltung entwickelt eine ungemeine Dynamik, die Publikum wie auch Darsteller immer wieder aufs Neue begeistert. In jüngster Zeit spielt sich das Improvisationstheater auch in die Geschäftswelt hinein. Wie geschieht das? Sehr exklusive Theater- und Darstellergruppen bieten besondere Aufführungen an, mit denen sie verschiedentliche Zwecke erfüllen. Bei einem festlichen Anlass im Rahmen einer Unternehmensveranstaltung befürchten die Veranstalter vielleicht einen allzu steifen und monotonen Ablauf. Mithilfe eines „Business-Theaters“, dessen Darsteller sich beispielsweise unter die Bedienung mischen, wird aus einer banalen Pflichtveranstaltung schnell eine ungezwungene und dabei nie unseriöse Veranstaltung. Aber auch zu Motivationszwecken werden solche Theater immer häufiger eingeladen. Man geht dabei davon aus, dass sich Motivation aus Identifikation speist. Mithilfe von Bühnendarbietungen reflektieren die Schauspieler das Verhältnis, das die Angestellten, die das Publikum stellen, zu ihrer Firma haben. Als Theaterstück werden Strategien und Konfliktbewältigungsszenarien spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger „durchgespielt“. Auf diese Weise regen die Schauspieler die Belegschaft zu einer Reflexion ihrer Arbeit an, wobei oft an gemeinsame Stärken appelliert wird, die dem Unternehmen zu seinem wirtschaftlichen Erfolg verhelfen können.

Author findur

Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 3. März 2012 um 16:59 und abgelegt unter Bildung. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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